Sonntag, 26. Februar 2012

Anonymous vs. GEMA/News

Anonymous geht gegen Kreative vor

Anonymous attackiert gegenwärtig die GEMA. Natürlich ist der Verein, der das Urheberrecht seiner Mitglieder aus der Musikbranche schützt, nicht die fortschrittlichste Institution. Dennoch geht Annymous hier zu weit, weil sie nur den Nutzen von Usern im Internet betrachten, aber ausblenden, dass unsere Kreativen auch von etwas leben müssen. Ein Erfolg ist jedoch, dass in der Breite eine Diskussion stattfindet, da Handlungsbedarf besteht, vor allem von Seiten des mächtigen Google-Konzerns. 

Die Stellungnahme der GEMA-Mitglieder trägt zum Verständnis für die auditiven Berufstände bei. Die Drohung von Anonymous, soweit sie echt ist, erscheint in diesem Zusammenhang nur unzureichend durchdacht. Die klare Haltung der Komponisten erklärt hingegen verständlich, die andere Seite der Medaille.

News: I. Elia

Freitag, 24. Februar 2012

Nostalgia/Interview

Interview mit Gustavo Rondon Córdova

Gustavo Rondon Córdova, Regisseur aus Venezuella, stellte auf der Berlinale im Kurzfilmwettbewerb seinen beindruckendes Werk NOSTALGIA vor.

Um was geht es bei NOSTALGIA?
Es dreht sich um die wechselte Perspektive eines Mannes vom Lande, der sich nach dem Tod seiner Frau zu einem vollwertigem Elter wandelt. 

Warum war es ihnen wichtig diesen Film zu machen?
Furcht jemanden zu verlieren, Furcht erwachsen zu werden, Furcht vor Verantwortung.

Was war der größte persönliche Erfolg bei der Filmherstellung für sie?
Das der Film sich eigentlich ohne Dialog kommuniziert, sondern durch nuancierte Handlung.

Welche Rolle spielt die Landschaft in dem Film?
Zunächst mal war die Einsamkeit eine isolierte Arena für die Filmhandlung. Somit konnte ich die vollkommene Aufmerksamkeit meiner Hauptfigur widmen. An einer Stelle des Films breche ich aber diese Stille, um den Film in der Realität zu verhaften. Es war mir wichtig, auch Ansatzweise zu zeigen, dass es eine Aussenwelt gibt. Sonst würde der Film eventuell gekünstelt wirken, dass wollte ich nicht.
  
Welche Themen sind ihnen ein Anliegen?
Familie und Beziehungen interessieren mich besonders. Hierbei erzeugt die schicksalhafte Blutsverwandschaft Spannungen und Konflikte. All das ist uns nah und deshalb auch sehr packend.

Wie sind die Bedingungen zur Filmherstellung in Venezuela?
In Venezuela ist die zahl der Filmproduktionen auf 25-30 Langfilme gestiegen. Allerdings sind diese Filme eher massentauglich und qualitativ nicht sehr universell angelegt. Deshalb ist es für Leute wie mich, die diesen Anspruch hegen, essentiell auf solche Branchen-Events zu gelangen. Dies beweist mir, dass ich mein Land auf einem hohen Nivau vertrete und Venezuela erkennt hoffentlich auch, dass ich den richtigen Weg beschreite und Aufmerksamkeit für uns generiere. Außerdem kann ich im Bezug auf mein Land, auch mal eine andere Seite, als die bekannte politische, zeigen.

Kinomagazin dankt das sie sich Zeit genommen haben und wünscht ihnen weiterhin viel Erfolg!
Ich danke. Ausserdem will ich mich auch kurz bei der Berlinale und beim deutschen Publikum bedanken, dass mich sehr freundlich wilkommen geheißen hat. Gracias!
i







Links
http://www.berlinale.de/en/programm/berlinale_programm/datenblatt.php?film_id=20124805#id=20124805
http://www.imdb.de/name/nm2271584/http://www.gustavorondoncordova.com/

  Interview: J. Kirgaard

Dienstag, 21. Februar 2012

Re-Fokus/News

Die digitale Revolution schreitet fort

Das im Silicon Valley ansässige Unternehmen LYTRO will nach einer 50 Millionen-Förderung mit ihrem Re-Fokus-System den Konsumerkameramarkt aufmischen. Aber sicherlich ist diese digitale Anwendung auch für den professionellen Markt interessant. Künstlerisches Pro und Kontra stehen sich hierbei wieder mal scharf gegenüber. Dennoch werden sich solche Applikationen schätzungsweise langfristig durchsetzten, da  somit z.B. ein gewisses finanzilles Risiko in der Filmherstellung abgefedert werden kann.


News: I. Elia

Montag, 20. Februar 2012

Neues Urheberrecht/News Feb. 2012

Berlinale unterstützt Forderung nach neuen urheberrechtlichen Regelungen

Gemeinsam mit wesentlichen Verbänden der Kreativen in der deutschen Filmwirtschaft haben die Deutsche Filmakademie e.V. und die Akademie der Künste in Berlin zum Abschluss der 62. Berlinale ein visuelles Signal in Sachen Urheberrechtsschutz gesetzt. Ein spontan von der Deutschen Filmakademie und der Produzentenallianz entwickelter und produzierter Spot bekam kurzfristig einen Platz im Rahmen der diesjährigen Preisverleihung und Vorführung des Gewinnerfilms am Abend des 18. Februar im Berlinale Palast. Unter dem so einfachen wie wahren Motto „Ohne Urheberschutz bleibt beim Film das Licht aus“, das erst allmählich auf einer zunächst vollkommen schwarzen Leinwand sichtbar wird, machten die Kreativen des Kinos auf die Dringlichkeit und Brisanz einer Klärung der Urheberrechtssituation aufmerksam. „Die Demokratisierung der Kunst ist nicht gleichzusetzen der Demokratisierung der Kunstwerke“, heißt es weiter in dem Spot, der schließlich in der Forderung endet: „Wir brauchen klare gesetzliche Regelungen und ein Verständnis dafür, dass hinter jedem Filmwerk tausende Stunden Arbeit und unermessliche Hingabe stecken.“ Unterschrieben wurde diese Forderung von der Deutschen Filmakademie e.V., der Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen e.V., der Akademie der Künste, dem Bundesverband der Film- und Fernsehregisseure e.V., dem Verband Deutscher Drehbuchautoren e.V., der Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm e.V., dem Bundesverband der Film- und Fernsehschauspieler BFFS e.V. und dem b v k - Bundesverband Kamera.

News: K. Müller